Termine auf Hof Kotthausen

Helfer Projekttag (INFO) Schaffenssamstag

Samstag, 10. Februar 2018, 10:00 - 16:30

Liebe Freunde/innen von Hof Kotthausen,
 
es ist wieder soweit. Der 1. Schaffenssamstag in diesem
Jahr steht vor der Tür. Er steht unter dem Motto
„Hecken schneiden und Totholzhaufen/-hecken anlegen“.
Wir möchten dich/euch hierzu ganz herzlich einladen.
Am 10.2. wollen wir uns um 9.30 Uhr zum gemeinsamen
Frühstück in der Gemeinschaftsküche treffen
und uns beim Frühstücken kennenlernen/vorstellen.
Danach werden wir uns gegen 10.30 Uhr in Gruppen aufteilen,
Hecken schneiden und aus dem Heckenschnitt
Totholzhaufen/-hecken bauen (siehe Infos unten).
Dabei können gerne auch Kinder mithelfen.
Zum Mittagessen gegen 14 Uhr und sicher auch beim Frühstück
und beim Arbeitenwerden wir euch etwas
über das Leben in unserer Gemeinschaft in Kotthausen erzählen und eure
Fragen beantworten.
Danach werden wir mit denen, die noch Lust, Zeit und Power
haben, noch etwas weiter schaffen.
Wir freuen uns auf den Schaffenssamstag auf euch und
auf spannende/interessante Gespräche .
Eure Hofgemeinschaft Kotthausen
 
Totholzhaufen
 
Ein Totholzhaufen im Garten ist eine super Sache.
Man wird problemlos alte Möbel los,
ohne damit jedes mal extra zur Müllhalde fahren zu müssen.
Nein im Ernst, ein Totholzhaufen ist leicht anzulegen und er
bietet dann Nahrung, Schutz und Winterquartier für eine Vielzahl nützlicher
Insekten, Vögel und Bodentiere.
Und natürlich werden auf so einem Totholzhaufen keine Möbel
oder anderes behandeltes Holz entsorgt!
 
Einen Totholzhaufen anlegen

totholzhaufen.jpg

 

Unser Totholzhaufen

Das da auf dem Foto ist der Totholzhaufen in unserem Garten. Wir haben ihn vor
ca. 15 Jahren dort angelegt, in dem wir einfach begonnen haben,
Äste und gröberen Heckenschnitt usw. aufzuschichten. Naja, aufschichten ist
vielleicht der falsche Ausdruck. Wir schmeißen das Holz,
das im Laufe des Jahres anfällt einfach oben drauf. Auf der anderen
Seite entnehmen wir von unten morsche Äste und Mulm,
um damit den Unterbau für jeden neuen Komposthaufen anzulegen.
Natürlich darf so ein Totholzhaufen nie umgeschichtet oder ganz abgetragen werden,
weil dadurch die vielfältige Fauna gestört würde, die darin wohnt. Dazu weiter unten mehr.
Wenn man möchte, dann kann man auch größere Steine, die im Garten stören,
neben oder sogar im Totholzhaufen deponieren. Sie speichern die Wärme des
Tages und bieten Bodentieren einen Unterschlupf. Auch eine Schubkarre voll
Sand ist sehr nützlich als Lebensraum für Sandbienen.
Das Holz auf dem Haufen wird nach kurzer Zeit von Pilzen, Flechten und Insekten besiedelt.
Es wird zunehmend brüchiger und leichter.
Mit der Zeit sammelt sich am Boden Mulm, den wir dann auf den benachbarten
Komposthaufen gegeben.  Da es recht lange dauert,
bis das Holz zu Mulm zerfallen ist, kann man auf so einem relativ kleinen Haufen
leider nicht übermäßig viel Totholz unterbringen. Das Holz aus unserem Heckenschnitt
werden wir deshalb in diesem Jahr wohl dem Osterfeuer zuführen müssen.
Unser Totholzhaufen liegt an einer sehr schattigen Stelle. Das hat den Vorteil,
dass er nicht so schnell von Brombeeren, Holunder,
Brennnesseln und Wurzelunkräutern überwuchert wird, die sich dann auf den ganzen
Garten ausbreiten. Naja, eigentlich wäre es wohl gar nicht so schlimm,
wenn der Haufen überwuchert würde. Die Tiere im Haufen hätten es dann etwas wärmer.
Vielleicht sollten wir überlegen, einen zweiten
Haufen an einer sonnigeren Stelle anzulegen. Dann könnten wir uns
sicherlich den Bau eines Insektenhotels sparen.
 

nectria-cinnabarina.jpg

Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina)

Da sich auf dem Totholzhaufen logischerweise viele Pilze tummeln, von denen einige
(z.B. Hallimasch, Rotpustelpilz) auch lebendes Holz befallen können, sollte man den Haufen
übrigens nicht in unmittelbarer Nähe von Obstbäumen anlegen
Insekten im Totholzhaufen
Auf so einem Totholzhaufen siedeln sich schnell viele Insekten an. Sie ernähren sich vom Holz oder
sie nutzen den Haufen als Unterschlupf oder zur Eiablage. Darunter befinden sich etliche wertvolle
Nützlinge, die beim Pflanzenschutz oder bei der Befruchtung der Nutzpflanzen helfen.
  • Solitärbienen und Solitärwespen legen ihre Eier im Totholz ab
  • Spinnen, Laufkäfer, Ohrwürmer, Marienkäfer, Laufkäfer und Schlupfwespen
  • leben dauerhaft im Totholz und vermehren sich dort.
  • Die bedrohten großen Käferarten (Hirschkäfer, Nashornkäfer) benötigen
  • Holzhaufen, die über Jahre nicht umgeschichtet werden. Die Larve des Nashornkäfers
  • lebt zum Beispiel bis zu vier Jahre im Totholz, bevor sie sich zum Käfer entwickeln.

Vögel im Totholzhaufen

Etwa die Hälfte unserer einheimischen Brutvögel nisten in Bäumen und Büschen. Viele davon
(zum Beispiel Zaunkönig, Rotkehlchen, Grasmücke) nehmen einen Totholzhaufen gerne
als Unterschlupf und Nistmöglichkeiten an.

Bodentiere im Totholzhaufen

Ein Totholzhaufen bietet ein ideales  Rückzugsgebiet für viele Bodentiere. Sowohl Amphibien
und Reptilien (Erdkröten, Frösche, Molche, Eidechsen) als auch Kleinsäuger
(Spitzmaus, Mauerwiesel und natürlich der Igel) halten sich gerne im und um den
Totholzhaufen auf. Und sie nutzen den Haufen zum Teil auch als Winterquartier
Welche Tiere leben in einem Totholzhaufen?
Die folgenden Tiere können sich – abhängig von Größe und Gestaltung des Haufens – in Ihrem Totholzhaufen einfinden:
erdkrote-unter-holz.jpg
 
Erdkröte unter Holzstücken
 
  • Spinnen
  • Käfer (mit sehr viel Glück vielleicht sogar der selten gewordene Hirschkäfer)
  • Spitzmäuse
  • Igel
  • Amphibien
  • Reptilien

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